Lebensberatung

Als Gestalttherapeut unterscheide ich nicht zwischen Gesunden und anderen Kranken. Vielmehr geht in der Gestalttherapie um eine Lebenseinstellung, die praktische Konsequenzen hat.

Von der Psychotherapie erwartet man wohl, dass sie ‚Menschen anpasst und sie wieder in das gesellschaftliche Joch einspannt’. Gestalt  versucht angepasste Menschen, die in ihrem Joch nicht glücklich sind, wieder auf eigene freie Füße zu stellen.“ (Bruno-Paul de Roeck)

Insofern ich nicht von einer Störung, einem festgelegten und festlegendem Krankheitsbild ausgehe, glaube ich auch nicht, dass persönliches Wachstum über die Krankenkasse finanziert werden kann.

Es ist eine höchst individuelle Entscheidung. Und dabei bleibt es auch, d.h. kein Arbeitgeber, keine Krankenkasse etc. erfährt davon, dass eine Klientin, ein Klientin bei mir eine Therapie macht.

Unter Therapie verstehe ich in erster Linie ein offenes –und immer mehr vertrauensvolles- Gespräch, in dem wir uns auf eine gemeinsame Suche und das Entdecken von neuen Wegen machen, die allein nicht mehr zu finden und zu beschreiten sind.

In einer entspannten Atmosphäre achte ich auf die gesamte Gestalt einer Klientin, eines Klienten, wie beispielsweise auf Stimme, Mimik, Körperhaltung und Gestik und mögliche Widersprüche im Ausdruck.

Denn wie oft versuchen wir jemand zu sein, der wir gar nicht sind, scheitern an unerreichbaren Idealen, die wir uns vorgeben und gehen auf Zehenspitzen. Um nur ja nirgendwo anzustoßen, und werden ärgerlich über unsere Zehen, wenn sie uns schließlich wehtun.

Anlässe, zu mir zu kommen, sind häufig Ängste, Probleme am Arbeitsplatz oder in anderen Beziehungen, Traurigkeit, traumatische Erlebnisse/Erinnerungen, Selbst-Zweifel, Panik-Attacken, Prüfungs- u.a. Ängste.

Besondere Erfahrungen habe ich mit Klientinnen und Klienten, denen es nicht gelingt zufrieden stellende persönliche Beziehungen zu gestalten oder die in ihrem Streben nach innerem Wachstum an ihre Grenzen stoßen, die sie erweitern und dafür Hilfe in Anspruch nehmen möchten.

Wichtig ist mir im gesamten Prozess und immer wieder die Angst, die Vermeidung  zu unterstützen, weil sie uns den Weg zeigt. Es gilt die Angst, die Vermeidung zu spüren, um sich ihrer sicherer zu werden, statt dass sie sich uns in den Weg stellt.